News Siegerehrung

ITU World Triathon Hamburg 2017

Samstag, 16. Juli 2017, 07:10 und ich stehe in derwohl längsten Wechselzone der Welt. Erstaunlichunaufgeregt und gefühlsmäßig nicht wirklich bereit um 08:40 in die Binnenalster zu steigen (reinspringen steht für mich nicht zur Debatte) um die Sprint Distanz zu finishen. Aber angemeldet ist angemeldet und ich habe noch nie vor einem Wettkampf gekniffen. Beim weltgößten Jedermann-Triathlon reihen sich Profifahrräder neben Stadträder mit Kindersitzen oder Packtaschen. Da starten Teilnehmerinnen in Badehose und Badeanzug und nehmen die Wechselzone gechillt. Hier geht es ums dabei sein, die Profis haben den Nachmittag für sich. Beim Jedermann ist die Schwimmstrecke auf 500 Meter verkürzt. Mit dem Rad müssen 20 km zurückgelegt werden und gelaufen wird 5 km. Inklusive dem zweimaligen Durchqueren der Wechselzone, die immerhin 500 Meter beträgt. Angst seinen Platz zu finden, muss man nicht haben – vor allem, wenn man zeitgerecht eincheckt.
Was soll ich über den Wettkampf sagen. Das Wetter kühl, das Wasser warm und man schwimmt, wird überholt und überholt, läuft, holt sein Fahrrad, läuft, fährt Rad, erinnert sich an die Worte seines Trainers „Spaß zu haben“, hat Spaß, singt ein wenig am Fahrrad, grinst und läuft wieder. Und am Ende ist ein blauer Teppich, der einem den Weg ins Ziel weist.


Mit gerade mal einem Triathlon Start im Gepäck und Null Ahnung von Fahrraddemontage den Weg von Wien nach Hamburg anzutreten ist vielleicht nicht so eine gute Idee, aber ich habe es trotz aller Hindernisse geschafft. Für mich persönlich haben sich die Anstrengungen gelohnt. Und das nicht nur in sportlicher Hinsicht.
Ach ja: Ich habe 01:46:12 gebraucht. Nicht schnell, aber schnell genug, um mit mir zufrieden zu sein. Und darauf kommt es ja letztlich an.

Sabine