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12. Kristallmarathon im Erlebnis Bergwerk Merkers am 18.02.2018

Sabrina Lederle sucht die Herausforderung und hat sich einen Marathon 500 m unter Tage ausgewählt. Der 12. Kristallmarathon fand im Erlebnis Bergwerk Merkers in Deutschland statt. Wir gratulieren zum 5. Platz in der Gesamtwertung und zum 2. Platz in der Alterklasse W20! Neue PB: 3:54:11!

Siegerinnenehrung

Sabrina hat ihre Eindrücke für uns festgehalten:
„Dieser Marathon der besonderen Art ist es wert sich acht Stunden ins Auto zu setzen und nach Merkers, Deutschland zu fahren.

Nach der Startnummern Abholung kann man sich für längere Zeit vom Tageslicht verabschieden, denn dann heißt es: in den Aufzug zwängen und los geht’s 500 Meter unter die Erde. Stockdunkel und eng an die anderen Läufer ‚gekuschelt‘ ruckeln wir durch den Schacht.

Danach steigen wir in Jeeps und los geht das Geflitze. Der Minenarbeiter am Steuer saust mit uns durch die Gänge und Kurven, dass es sich schon wie eine Achterbahn anfühlt, einfach grenzgenial!
Gut durchgeschüttelt erreichen wir eine große Halle, den Start und Zielbereich.
Als Überraschung gab es vor dem Start eine Lasershow, wirklich wunderschön und das entfachte das Marathonfeeling so richtig.

Vor dem Marathonstart wurde noch das Lied der Bergwerksleute angestimmt und dann ging es auch schon los in die dunklen Minengänge.
13 Runden, mit insgesamt 750 Höhenmetern, mussten absolviert werden.
Es ist vergleichbar mit einem Nachtlauf, hin und wieder kommt eine Lampe in den Gängen. Jeder Läufer musste mit Helm und Stirnlampe laufen. Ich drehte meine jedoch nicht auf, mir reichte das vorhandene Licht, sie war aber Pflicht, dass man im Falle eines Stromausfalls Licht hat.

Was soll ich zu dem Lauf sagen, es war warm, ca. 25 Grad, ging mal hinauf dann wieder hinunter, es war herausfordernd und genial zugleich.
Eines braucht man bei diesem Lauf auf keine Fall: Salztabletten, vor allem wenn man gerade mit anderen Läufern durch „Salzsand“ läuft und es richtig schön einatmet.
Bis zu Runde 8 lief es ziemlich locker dahin, danach merkten meine Beine schon die Höhenmeter, aber gehen war keine Option. Ich schnaufte dann bergauf einfach mehr, zur Belustigung der anderen Läufer. Vor allem beim Bergablaufen war jedes Mal ein bisschen Überwindung dabei es einfach laufen zu lassen. An manchen Stellen war es sehr glatt, rutschig und uneben und ich hatte etwas Angst zu stürzen, aber ja, ich bin über meinen Schatten gesprungen und einfach runtergesprintet.

Ich hätte bei diesem Lauf, 500 Meter unter Tage, niemals mit einer neuen PB gerechnet, und doch habe ich es geschafft: 3:54:11! Überglücklich lief ich ins Ziel und holte mir eine Finisher-Medaille.
Platzierung: 5. Platz Gesamt von 24 Frauen, 2. Platz AK

Genialste Satz eines Läufers zu mir: ‚So ’ne Zeit und das ohne Fleisch!’“

Sabrina Lederle