Kristof Wöginger

Geboren 1978 in Wien

Vorstandsvorsitzender des Team Vegan.at und stellvertretender Obmann des Wiener Laufcups

Veranstalter des Tierschutzlaufs

Triathlet und Leichtathlet (vor allem Lang- und Ultradistanz)

Sportler und Trainer aus Leidenschaft

Ich bin seit 2001 vegan. Zu dieser Zeit war ich als DJ, Producer und Promoter tätig und habe mir vor allem die Nächte in verrauchten Lokalen mit lauter Musik um die Ohren gehaut. Damals hatte ich gar keine sportlichen Ambitionen und kannte den Begriff nur aus meiner Kindheit und Jugend. Ich habe zwar auch immer wieder etwas Sport neben der Schule (Schwimmen, Jiu Jitsu, Leichtathletik, Tennis, Aerobic und Kraft) betrieben, aber nie konsequent verfolgt.

Ungefähr 2003 habe ich mit regelmäßigem Schwimmen begonnen, da ich mich im liquiden Aggregatzustand des Wassers immer schon sehr wohl gefühlt und gleich das Gefühl hatte, sowohl etwas für meine Kraft als auch für meine Ausdauer zu tun. Zu dieser Zeit begann ich auch die meisten Wege in der Stadt mit dem Rad zurückzulegen und weitete die Strecken auch auf längere Ausflüge aus. 2006 fing ich mit dem Laufen an und startete im gleichen Jahr bei meinem ersten Halbmarathon. Ab 2007 trainierte ich das Laufen nach Plan. Ab 2008 arbeitete ich hauptberuflich als Fahrradbote. Ich denke, dieser Beruf hat mir einiges an Gelassenheit, Sicherheit und Technik auf dem Rad gebracht. Seit 2012 unterstütze ich andere Athlet*innnen bei ihrem Training und versuche mich stets zu einem besseren und professionelleren Trainer zu entwickeln. Ein wichtiges Rückgrat in dieser Professionalisierung ist die staatliche Ausbildung an der Bundessportakademie.

Ein wesentlicher Faktor der mich zum Sport gebracht hat, war die Motivation durch meine Freunde. Ohne Vorbilder oder Trainingspartner hätte ich nie die Motivation an den Tag gelegt oder sogar nie meinen Weg zum Sport gefunden.

Es ist ebenso die soziale Komponente die ich, neben der stärkenden und gesundheitsfördernden Wirkung, am Sport schätze. Das Kennenlernen anderer Athlet*innen bei Bewerben, sei es beim Ausloten der eigenen bzw. gemeinsamen Grenzen oder beim Genießen eines schönen Abenteuers hat etwas ganz besonderes. Aber durch nichts zu Übertreffen ist das Gefühl, mit einem Team gemeinsam am Start zu stehen, das noch dazu gemeinsam für den Veganismus antritt.

Das Team ist noch jung und hat sich dennoch in der kurzen Zeit, mit Hilfe aller Mitglieder und dem starken Background durch die Vegane Gesellschaft Österreich, schon sehr weit entwickelt. Auch wenn ich sehr stolz darauf bin was die Mitglieder, die Trainer und der Vorstand mit ihren begrenzten zeitlichen Ressourcen aus dem Team Vegan.at bisher gemacht haben, sehe ich in vielen Bereichen noch Bedarf.

Meine Visionen für die Stärkung des Team Vegan.at umfassen vor allem folgende wichtige Punkte:

  • mehr Trainingsmöglichkeiten schaffen, um die vorhandenen Bedürfnisse zu decken.
  • mehr Kinder und Jugend aquirieren und trainieren. Sie stellen die starke Zukunft des Vereins dar.
  • Vermehrte Ausbildung von eigenen Trainer*innen, Instruktor*innen und Übungsleiter*innen.
  • Ausbildung von Kampfrichter*innen und TOs.
  • Stärkung und ins Zentrum rücken der Bundesländer.
  • Verstärktes Networking und Schaffung eigener Ressourcen an veganen Ärzt*innen, Diätolog*innen und Therapeut*innen. Da ich ab Februar 2017 leider aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend nicht mehr an Wettkämpfen teinehmen kann, liegt in den nächsten Jahren mein Hauptaugenmerk beim Erfolg unserer Mitglieder und vor allem der Athlet*innen, die ich trainiere. Für mich selber schaue ich, dass ich mich bei möglichst geringem Risiko so gut wie möglich fit halte, um stark aus der Karenz zu kommen.